Ute Zeller von Heubach
Hauptmannsreute 8
70192 Stuttgart
Tel.: 0711 6206373
Mobil: 0049 (0) 177 7235813
mail@utevonheubach.de



Florian Berkhold von Hauser und Wirth zu Besuch bei mir im Atelier.


2010 und 2011 sind einige Ausstellungen geplant. Termine demnächst .


2010 eröffnet nun auch der "Ute-von-Heubach-Raum" im neuen Sammlermuseum von Donald Hess in Genf.
Im Oktober-Heft von "Du, Das Kulturmagazin", Nr. 790, 10.2008, ist ein Gespräch mit dem Schweizer Sammler Donald M. Hess veröffentlicht.
Für ein Porträt posiert er vor einem meiner Bilder ("13_04A_12007") in dem Ute-von-Heubach-Raum seines neuen Museums in Genf.


August 2009
Wir versuchten aus der Perspektive eines idyllischen Zürcher Dorfplatzes gesehen, mit dem Geschmack des Satzes von Dieter Zwicky im Mund, in Ästhetik und Existentialität unserer Arbeiten der
Ausstellung bei Werner Frei einzuführen:


Merci für die Fotos an Miklós Klaus Rózsa.

Juli 2009
"Spielend verwässert kühlender Inhalt des Flusslaufs stocksaures Grün."
(Dieter Zwicky, aus: "Die Höhe des Kopfes über den Augen, Katja Schicht, Dieter Zwicky", Unterschächen, 2008)

Liebe Freunde,

seid ganz herzlich eingeladen zur
Ausstellungseröffnung der Sommerausstellung
am Samstag, den 11. Juli 2009, 12 - 16 Uhr
in der Galerie Werner Frei, Trittligasse, Ecke Neustadtgasse 1, Zürich

Katja Schicht
Ute Zeller von Heubach

wir freuen uns auf euch

Katja und Ute



Pressetext
Sommerausstellung

Katja Schicht
Ute Zeller von Heubach

11.07.2009 - 08.08.2009

Eröffnung: Samstag, 11.07.2009, 12 - 16 Uhr
Apéro: Samstag, 08.08.2009, 12 - 16 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag, 12 - 16 Uhr
und nach Vereinbarung: Tel. 043 466 51 22

Die Galerie Trittligasse freut sich die gemeinsame Ausstellung der Künstlerinnen Katja Schicht (*1958) und Ute Zeller von Heubach (*1962) zu präsentieren. Die gezeigten Bilder stammen aus verschiedenen Arbeitsphasen der letzten zehn Jahre. Katja Schicht und Ute Zeller von Heubach versuchen über gezielte Anordnungen ihre gemalten Bilder als Elemente eines semantischen Zusammenhangs in ein dialogisches Spannungsverhältnis zu setzen.

Mit den arrangierten Ausstellungsstücken in den Fenstern der Galerie, deren vielschichtige Assoziations- und Bedeutungsebenen sich aus dem Wechselspiel von Bild und Text ergeben, werden die Bilder aus der Rolle, die sie als reine Dekorationsobjekte spielen, befreit. In dem nach aussen gerichteten Galeriebereich sind historisch anmutende Porträts, Vogelköpfe zeigend und auf Bildern von Katja Schicht eine Frau, die sich am Fenster aufhält, zu sehen.Die Künstlerinnen reagieren auf die Gegebenheiten des Raums, fokussieren auf die horizontalen und vertikalen Flächenvorgaben und komponieren ihre auf die Tradition der Malerei Bezug nehmenden Arbeiten zu neuen Arrangements. Ute Zeller von Heubachs Bilder nutzen impressionistischen Pinselduktus zur Gestaltung fast monochromer Farbflächen; Katja Schichts Malerei wurzelt im abstrakten Expressionismus. Die Präsentation in der Galerie Trittligasse untersucht spielerisch wie wichtig die Form, der Gegenstand oder das projizierte Sujet für das Bild ist - und ab welchem Punkt man sich von gegebenen Vorgaben und Vorlagen in eine sinnliche Abstraktion verabschieden kann.

Katja Schicht studierte Malerei an der Rijksakademie van beeldende kunsten Amsterdam. Sie lebt in Wädenswil und arbeitet als Malerin und Feldenkrais-lehrerin. Zuletzt waren Arbeiten von ihr in der Ausstellung "Schöne Stellen" (gemeinsam mit Ute Zeller von Heubach) bei Kunststoff-Serge Pinkus, Zürich zu sehen.

Ute Zeller von Heubach studierte Malerei an der HdK Berlin und an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg als Meisterschülerin von HP Reuter und GK Pfahler. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Kunstpreise. Ute Zeller von Heubach wird vertreten von der Galerie Naumann, Stuttgart.

Galerie Werner Frei, Trittligasse, Ecke Neustadtgasse 1, 8001 Zürich, Tel. 044 252 40 60


März 2009
Fotos der Ausstellung
Schöne Stellen bei Serge Pinkus in Zürich sind unter www.casanellarte.ch/schoene publiziert .



Dank an Lisa Biedlingmaier für die Fotos.



Am Freitag, den 27. Februar 2009, ab 19 Uhr eröffnete bei Serge Pinkus in Zürich die Ausstellung "Schöne Stellen".
Gemeinsam mit Katja Schicht zeigte ich einige für den Raum ausgewählte Arbeiten.


Dank an Hannah Sachsenmaier für die Fotos.



Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 25. Januar 2009 zu der Ausstellung gemeinsam mit Michael Kienzer und Joao Penalva
"
Fuzzy Aesthetics" in München bei "stein-contemporary"

Sinnlicher Minimalismus

So wie man immer wieder mal gerne den Tod der Malerei postuliert, werden je nach Wetterlage auch Sterben und Rückkehr der Abstraktion ausgerufen.
Die jüngste Präsentation bei stein contemporary zeigt, dass es sich lohnt, wenn Künstler sich um solche Trends nicht scheren.
(...)
Doch die Offenbarung der Schau heisst Ute von Heubach. Die grossformatigen, monochrom texturierten Arbeiten der 1962 geborenen Künstlerin üben einen beinahe übernatürlichen Sog auf den Betrachter aus und kombinieren hyperästhetische Strenge mit emotionaler Wärme.
Die aus einer sensibel abgestimmten Farbauswahl gewonnenen Schwarz-, Grün-, Weiss- und Beigeschattierungen formen feine Pinseltexturen.
Wer meint, Minimalismus könnte nicht sinnlich sein, wird hier eines Besseren belehrt. Man möchte förmlich mit der Hand über die Leinwände fahren.
Ute von Heubach veranlasst den Betrachter zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit den möglichen Bedeutungsebenen und Inhalten, welche die Malerei bereithalten kann. Ausserordentlich präzis in ihrem Gestaltungswillen setzt sie mit ihren Werken auch pointierte Kontrapunkte zur gängigen Salonmalerei unserer Tage. Die Bilder bringen eine Dichte in das Sehen und das hat den Effekt, dass der Betrachter den Drang verspürt, dicht heranzutreten und sich in den Leinwänden förmlich zu verlieren.
Das Fazit: Dem totgesagten Patienten geht es gut. Lebendiger war Abstraktion selten.

Ben Lewis


Seit Anfang 2009 bin ich für das Projekt von Künstlern für Künstler CASA NELL'ARTE als Künstlerische Leiterin tätig.
Ein kommunikativer Ausgleich zur doch manchmal recht einseitigen Atelierarbeit.


Bis Ende September 2008 bin ich mit dem Kunstprojekt CASA NELL'ARTE in der Villa Floreal in Italien.
CASA NELL'ARTE
Villa Floreal


Samstag, 12. Juli und Samstag, 19. Juli 2008
gibt es für jeden, der Lust hat ins Galerienhaus zu kommen, Kaffee, Erfrischungsgetränke und Kuchen - und die Gelegenheit mit dem Galeristen oder der Künstlerin zu plaudern.
Die Galerie ist Samstags jeweils ab 11 Uhr geöffnet, das Buffet ab 14 - 16.30 Uhr.


Stuttgarter Zeitung vom 4.7.08
Modulationen
Ein Schatten, der Schimmer einer Weißhöhung oder ein Ausweichen in die Transparenz - mehr ist es nicht, was diese Bilder von der Monochromie trennt.
In einer schönen Werkserie bei Naumann versucht Ute von Heubach einen konzeptuellen Spagat zwischen der reinen Abstraktion des Farbfelds und lyrischer Stimmungsmalerei. Mit ihren chromatischen Modulationen zwingt die 1962 geborene Künstlerin den Betrachter zur meditativen Konzentration - und zur freien Assoziation.
Nicht nur altmeisterliche Purpurgewänder oder Seidentücher kommen einem in den Sinn. Mitunter glaubt man, in einer leisen Verdunkelung den Umriss eines Objekts zu erkennen, das auf den Grund eines Gewässers gesunken ist. Oder man vergleicht ein blauviolettes Nass-in-Nass mit einem Monet'schen Seerosenteich.
Auf die weltentrückten Farbwolken der Stuttgarterin antworten die Schweizerinnen Beatrice Maritz und Katja Schicht mit Kleinformaten, in denen sich Abstraktion und Realismus offenbar versöhnen sollen. Während Schicht in ihren Ölskizzen Landschaften aus flächigen Farbzonen arrangiert, setzt Maritz zur Silhouette reduzierte Häschen, Blümchen und andere Versatzstücke eines poppigen Bildgeschmacks vor die geometrisch-ornamentalen Hintergründe ihrer transparenten Buntstiftzeichnungen.

Georg Leisten

Bis 19. Juli, Breitscheidstraße 48, Di - Fr 14 - 19, Sa 11 - 16 Uhr.

Ute von Heubach, Vorher Nachher

6. Juni 2008 - 19. Juli 2008

Galerie Naumann

Breitscheidstrasse 48
70176 Stuttgart
Tel.: 0711 65677068
www.galerie-naumann.de
bnaumann@galerie-naumann.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr 14 - 19 Uhr
Sa 11 - 16 Uhr

rechts: Ansicht der ersten Hängung ("Vorher")





und weitere Ausstellungsansichten:

Freitag, den 6. Juni 2008 eröffnete im Galerienhaus Stuttgart , Galerie Naumann die Ausstellung "Vorher Nachher".
Zeitgleich eröffneten die Galerien Merkle und 14-1. Durch die Ausstellungen führte Annika Plank.
Innerhalb der Ausstellung ist ausserdem das Projekt mit Bilder von Beatrice Maritz und Katja Schicht zu sehen.
Die Bilder sind bis zum 19. Juli 2008 zu sehen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie Zeit und Lust hätten an die Ausstellung zu kommen.
Es erscheinen 2 Faltblätter. Diese sende ich Ihnen gerne zu.


Lesung mit Dieter Zwicky

Am Samstag, den 21. Juni 2008 las der Schweizer Autor Dieter Zwicky innerhalb der Ausstellung Ute von Heubach und dem Projekt Beatrice Maritz und Katja Schicht aus dem eben in der edition pudelundpinscher erschienenen Buch von Katja Schicht (Bilder) und Dieter Zwicky (Text) "Die Höhe des Kopfes über den Augen".

Foto: Michaela Gross

links: ein kleiner und ein grosser Gast, 2. von links: Katja Schicht, Mitte: die Verleger Beatrice Maritz und Andreas Grosz, rechts: Dieter Zwicky
im Hintergrund: Bilder von Katja Schicht

Nichts. Niemand. Hier ist es nicht. Und hier ist es nicht. Niemand auf dem Platz. Und kein Platz. Aus dem Boden nichts, aber kein Boden. Ein Ort der Besinnungslosigkeit. Vor Ort kein Ort. Und es kommen keine Vögel und verkünden Land, und kein Wind geht über den Platz, kein Regen. Der Anblick verliert sich, kehrt um, es sieht nicht mehr aus, es ist nur Andeutung noch, kein Eis, das den Grund gefriert, kein Atem, der sichtbar wird.

Niemand ist hier, doch ab und zu scheint jemand zu kommen, der reißt das Unkraut aus, und jedes Mal reißt der Himmel auf, die Sonne bricht durch, und derjenige bringt sich in Sicherheit. Es ist untergegangen. Und alles, was da untergegangen ist, wird sehnlich erwartet. Und niemand, der spricht. Und nichts, über das gesprochen würde. Du aber erinnerst dich an alles. Und die Zeit wankt hin und her.

Wenn im Frühling die Bäche tauen, dann ..., es gibt keine Bäche. Es gibt keine Berge. Es gibt keinen Vogel im Baum. Es gibt den Wind, der über den Platz geht, und der Wind bringt etwas mit, er ist warm, das Lied bleibt jetzt leer, es geht die Kunde, es sei etwas Furchtbares geschehen, es ist aber nichts Furchtbares geschehen, sagt man, es ist nur nicht mehr. Wir denken nach. Wir kommen nicht drauf.

Es war hier. Hier vielleicht. Diese gerade Linie, dieser Strich. Aber es darf keine gerade Linie sein, kein Strich. Es könnte jede gerade Linie sein, jeder Strich. Es sagt gar nichts, es beweist gar nichts. Der lautlose Blick, der kein Land mehr hat. Man hält sich dann ans Allernächste. Es gibt kein Allernächstes. Es gibt den irrenden Blick. Der Blick, der nicht altert. Du siehst es wie früher. Du triffst es an als niemals.

Im Traum sieht man diesen unauffindbaren Ort. Es ist ein Ort ohne Baum. Ein fassungsloser Ort. Das Denken an diesen Ort erhebt, das Betreten des Ortes entzieht dir alle Kraft. Das sind die rauschenden Bäume von ganz weit her. Hier ist niemand. Nichts. Kein Baum rauscht hier. Und kein Vogel sitzt im Baum. Hier spielt eine andere Musik, ich sehe dich noch, aber du schwindest, verlierst an Gestalt.

Die Luft will nicht bleiben. Die Kontur will nicht bleiben. Das Unkraut will nicht bleiben. Es ist dies der schönste Platz der Welt, so gar nichts. Es ist dies ein Ort, da dir alles wieder einfällt, alles steht dir vor Augen, das wogende Meer der Blumen im Sommer. Und die Luft ist ausgedünnt, die Sonne erträglich.

Breitscheidstrasse 48
70176 Stuttgart
Tel.: 0711 65677068
bnaumann@galerie-naumann.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr 14 - 19 Uhr
Sa 11 - 16 Uhr

Für den Text danke ich Michael Lentz.

Seit 2006 arbeitet Ute von Heubach an Bildern, die auf den ersten Blick monochrom aussehen; beim näheren Betrachten wird offensichtlich, dass sie keineswegs mit nur einer Farbe gemalt sind, sondern mit einem Spektrum an Farbtönen, die "chromatisch", wie in der Musik in Halbtonschritten, den Grundton (z.B. Grün, Ocker, Braun) ergänzen, bereichern, relativieren oder erst zur Geltung bringen. Dieser kleine Reichtum an ähnlichen und doch verschiedenen Farben wird nicht zu einem einzigen Ton gemischt, sondern mit feinen Pinselstrichen dicht aufgetragen; eine farblich changierende Struktur von Pinselstrichen entsteht. Von Heubach trägt, anders als Vertreter der monochromen Malerei, nicht eine einzige Farbe möglichst homogen und "überpersönlich" auf, sondern sie arbeitet mit eigenem Duktus, gestaltet die Oberfläche, bildet feine Farbzentren, belebt den Farbkörper.

Die "chromatischen Bilder" sind nicht monochrom; es geht aber wie bei der monochromen Malerei um die Wirkung von Farbe, um die malerische Kraft, Assoziationen auszulösen, einzutauchen in einen Kosmos von Blau, Grün oder Violett, sich der Farbe als Katalysator für innere Erlebnisse auszusetzen.

Die Arbeiten sind auch nicht gegenständlich, obwohl sie gegenständliche Züge tragen: bei einem grünen Bild, das durch braungrüne Pinselstrukturen belebt wird, liegen Erinnerungen an das Spiel des Lichtes auf Blättern ganz nahe. Pinselstriche lassen an europäische gegenständliche Malerei seit der Renaissance denken, die häufig auf Fernsicht angelegt war und den Farbauftrag von der Nähe sichtbar ließ.

Ute von Heubach sieht Analogien zu ihren Bildern in der Gestaltung von Bildhintergründen alter Meister; Bereiche zwischen den Gegenständen, die inhaltlich unbeachtet, aber atmosphärisch sehr wichtig sind, Zonen "ganz frei von Gestaltungszwang" (Ute von Heubach), in denen im Farbauftrag der "Fluss der Gedanken über das Gemachte" spürbar ist. Solche Freiräume "nachdem etwas war und bevor etwas sein wird", Momente des Innehaltens, Augenblicke des "Dazwischens", bevor wieder konkrete Ziele angegangen werden, Übergangssituationen wie der Weg mit der Bahn oder mit dem Auto, der Moment, wo man ausgeatmet hat, aber noch nicht wieder einatmet: Zwischentöne - wer kann sie besser sichtbar machen als die Malerei?

In einer früheren Werkgruppe von Landschaftsbildern ("Phänomene") ergänzte sie Bilder des Himmels, von Bergen oder Wäldern durch offene malerische Eingriffe mit Mitteln der Moderne, die über die traditionelle gegenständliche Malerei hinausgingen: informelle Farbschlenzer auf sorgfältig ausgeführten Landschaften, Dripping oder impressionistische Tüpfeltechnik auf Himmelsbildern.

In den neuen Bildern greift sie die Detailmalerei auf, isoliert sie und malt sie als scheinbar monochrome Bilder in der Tradition des 20. Jahrhunderts. Ute von Heubach setzt sich mit den Traditionen auseinander und ergänzt sie durch ihre eigene Position: Abstraktion aus dem Geiste gegenständlicher Malerei.
Frech? Ohne Zweifel, aber genauso an- und aufregend.

Text: Dr. Berthold Naumann


Foto: Robert Moser

Ute von Heubach ist Jahrgang 1962. Zunächst studiert sie Kunstgeschichte, erhält im Anschluss ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Geccelli und an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg als Meisterschülerin von Prof. Reuter und Prof. Pfahler. Nach dem Studium assistiert sie Donald Judd in Zürich. Sie gewinnt den Defet-Preis, den Da-Vinci-Preis und den Kunstpreis der Stadt Lauf; sie wird unterstützt mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, einem Aufenthalt an der Villa Vigoni in Italien, sowie einem Stipendium des DAAD und der Kunststiftung Baden-Württemberg. Arbeiten von ihr sind in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.









Die Bilder sind je 120 x 150 cm gross, Öl auf Leinwand, 2006, 2007 und 2008 entstanden.

Die kleineren Bilder sind je 40 x 50 cm gross, Öl auf Leinwand, 2006, 2007 und 2008 entstanden.

Unter dem Begriff der "Monochromie" wird ein sehr heterogenes Feld künstlerischer Arbeiten erfasst.
Nach ersten monochromen Tendenzen in der Avantgarde der 20er und 30er Jahre gab es in den 50er wie auch seit dem Ende der 60er Jahre bis zur heutigen Zeit immer wieder Tendenzen zum kompositionslosen einfarbigen Bild.
Die Bilder verzichten auf Figur-Grund-Differenzen und explizite Bezüge zur außerbildlichen Realität. Monochrome Bilder haben aber uneinheitliche Beweggründe, meist analytische Überlegungen, Überlegungen zur Wirkung des Lichts, zur Thematisierung des Materials Farbe, etc. Verschiedenste Wege können zu einem optisch ähnlichen Ergebnis führen.

Ein Schlüsselerlebnis war die Begegnung mit einem Bild von David Simpson (Radical Opalescence, Green-Violet, 1996) in den Räumen der Villa Panza in Varese / Italien. In der Villa ist eine herausragende Sammlung vorwiegend monochromer Bilder der 80er und 90er Jahre in barocken Räumen installiert.
Das Bild changiert in seiner Einfarbigkeit je nach Lichteinfall und Standpunkt des Betrachters zwischen Lila und Grün. Dies ist mittels Fotografie nicht abbildbar, sondern nur direkt erfahrbar. Mich faszinierte außer diesem starken beweglichen Farbeindruck das vielschichtige Verhältnis des Tafelbildes zu seiner Umgebung und seinem Kontext. Es ist gleichzeitig Hintergrund für Dinge die davor sind, wie auch Bild vor einem Hintergrund.
Seither sind eine Reihe von "chromatischen" Bildern entstanden, die zeigen, dass die Malerei sinnlich und intellektuell mehr zu bieten hat, als Illustration von Inhalten, Abbildung von Gegenständen oder Formen zu sein. Die auf dieser Internetseite gezeigten Fotos der Bilder geben allerdings technisch bedingt nur einen sehr oberflächlichen und nicht farbtreuen Eindruck der Arbeiten wieder.
Die Konzentration auf den Vorgang und Befreiung vom Zwang, sich an die klassischen Regeln der Bildsprache halten zu müssen, lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters vor den Arbeiten auf den Duktus, die Farbwirkung der Bilder und beinhaltet lebhafte Assoziationsmöglichkeiten.

25. Januar. - 15. März 2008

Ausstellung
anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Kunststiftung Baden-Württemberg

Kombinat. 16 Stipendiaten im Galerienhaus Stuttgart

Auszug aus einem email-Dialog mit Anne Ruckhaberle:

"So, liebe Ute, wo ich grad schon mal am email schreiben bin, versuch ich doch mal, die Sache ins Rollen zu bringen. Hab zwar alle meine schlauen Fragen schon wieder vergessen, aber ich dachte, wir könnten einfach mal mit der (total gemeinen und unverschämten) Frage beginnen, was nach den Monochromen kommen könnte, denn da hast du im Gespräch so emotional und vor allem so bestimmt drauf geantwortet, das hat mir gut gefallen.

Viele Grüße, Anne."

"Liebe Anne,

Die Frage kommt wohl ursprünglich von dem ersten visuell monotonem Eindruck der Bilder her...
Und die Epochen von vorher sind natürlich immer enthalten. Das Stochern in den traditionellen Wurzeln der Malerei ist, wenn man mit diesem Medium arbeitet, beim Hersteller und beim Betrachter zwangsläufig. Aber ein warmer See in dem man sich treiben lässt?
Du hast Dir ja die Bilder genauer angesehen. Dann sind Dir auch die "Zwischentöne" aufgefallen. Mein Farbreservoir was die einzelnen Bilder betrifft umfasst im Schnitt fünf verschiedene assoziierte Farben. (Deshalb nenne ich die Bilder auch "chromatisch".) Diese werden in einer Mischrechnung auf der Palette und direkt auf der Leinwand zusammengebracht. Was dargestellt wird, ist in sich dicht, Leinwand-füllend und mit 1er-Pinsel akkurat nach dem Vorbild klassischer, impressionistischer, romantischer, ... Maler gemalt und zeigt scheinbar zufällige Farbnuancen. So etwas füllt sonst in Bildern mit erzählerischem Inhalt die Figuren, Umrisse oder Formen. (Du erinnerst Dich sicher an Linas Bemerkung, die die Bilder zwar irgendwie langweilig fand, aber das eine toll, weil es aussieht wie das Kleid der Fee in ihrem Märchenbuch.) Tatsächlich entstehen die Farben der Bilder aus dem starken Eindruck von kürzlich Gesehenem, z.B. Bildbetrachtungen (Monets Seerosen ohne Rosen, ein Segel eines Segelschiffs gemalt von C.D. Friedrich, ein Hintergrund bei J.B.S. Chardin, usw.) oder erinnerten Eindrücken (z.B. auf dem maigrünen Bild). Anders als bei den monochromen Malern sind also Ähnlichkeiten gar nicht frei erfunden. Ich nehme gern Eindrücke von anderswo in die Malerei hinein, die trotzdem so autonom wie möglich bleiben soll.
Die von Hand gemalten Oberflächen sehen auch allesamt ein bisschen "fleckig" aus. Ich möchte gern, dass man sieht, dass die Pinselstriche jeweils dem Thema, der vorherrschenden relativierten Farbe angemessen sind. Und mir so angeboren sind. In einem realistischen oder abstrakten Bild ist die Funktion eines Pinselstrichs von untergeordneter Bedeutung, aber in einem einfarbigen Bild spielt der Farbauftrag eine wichtige Rolle. Er bedient keine andere Absicht, sondern er ist absichtlich so. Das ist der persönliche Duktus in den Bildern, die monochromen Maler versuchen genau diesen zu vermeiden, weil es in der Regel um die reine Darstellung von Farbe geht; und bei den abbildenden, erzählerischen Malern eine Illustrationsform.
Im Übrigen bin ich bei der Beantwortung der Frage bei mir im Atelier wohl deshalb so emotional geworden, weil mir das alles sehr ernst ist. Sinn und Gültigkeit der Malerei und meiner Arbeit zu finden bewegt mich natürlich. Und unser Zeitalter der Visualisierung von allem und jedem lässt ja kaum noch Raum für "feine" Empfindungen. Trotzdem denke ich, dass man klar und unaufgeregt abbilden kann.
Die Malerei als klassische Disziplin des Kunstbetriebs liegt bei mir ja quasi unter dem Vergrößerungsglas und wird untersucht auf das, was nur sie im Vergleich zu anderen Medien leisten kann. Dieser Blick in den Mikrokosmos der Malerei folgt nun konsequent auf meine vorhergehenden (letzen!) gegenständlichen Arbeiten, den Blick ins All.
Man kann nahe am Bild die Details würdigen, wenn man zurücktritt noch etwas anderes sehen, die Struktur erkennen und das was ich vorher als "fleckig" bezeichnet habe, wahrnehmen. Das abhängig vom Licht und der Tagesform. Vor dem Bild sieht das dann halt so aus, als läge vage etwas darunter oder es wirft ein bewegter Baum sein Schattenspiel darauf, man sieht eine Wasseroberfläche, einen Himmel oder Gesichter, oder was weiß ich. Oder man sieht "vielschichtige, irritierende, leicht gebrochene Farborganismen", oder eine "verletzliche, hintergründige Tonigkeit" (Das, was ich im Gespräch als das "Weleda-ige" genannt habe). Dazu passt dann vielleicht: Da das Sehvermögen begrenzt ist, schließe deine Augen.

Gruss

Ute"

Ute Zeller von Heubach
Hauptmannsreute 8
70192 Stuttgart
Tel.: 0711 6206373
mail@utevonheubach.de